Report Nr.: 1006 - Gesetz über die Anschaffung eines Mannes
Gesetz über die Anschaffung eines Mannes
§ 1 Grundlegende Eigenschaften:
Des Mannes *smile*
a) Er sollte nützlich sein, wie handwerkliche Fähigkeiten besitzen, fleißig im Haushalt und im Bett gut zu gebrauchen
sein.
b) Er soll herzeigbar sein, d.h. sein Aussehen sollte kein Mitleid erregen.
c) Obige Punkte können außer Acht gelassen werden, wenn § 2 zutrifft.
§ 2 Er ist reich!
§ 3 Anschaffung:
Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Männchens sorgfältig vor und lassen Sie sich genügend Zeit, um sich von seinen
tatsächlichen Fähigkeiten zu überzeugen.
Bedenken Sie, dass das Männchen stets versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen, danach aber häufig in sein
altes Rollenverhalten zurückfällt. Oft offenbaren sich versteckte und offensichtliche Mängel erst später.
In der letzten Zeit steigt die Zahl der ausgesetzten Männchen rapide an. Viele Exemplare streunen orientierungslos
herum oder suchen Zuflucht bei anderen Frauen. Das Vorliegen der Voraussetzungen gem. § 1 sollte daher sorgfältig
geprüft werden.
Empfehlenswert ist die Anschaffung eines bereits ausgebildeten Mannes (s. auch § 5). So sind zum Beispiel auf dem
Secondhand-Markt oftmals brauchbare Exemplare zu finden. Sie zeichnen sich meist durch eine ausgezeichnete Ausbildung
und eine genügsame Lebensweise aus.
Aber Vorsicht vor mehrfach gebrauchten Exemplaren. Aufgrund der vielen Pflegestellen neigen sie zu zeitweiligem
Gedächtnisverlust und können sich dann weder an ihr Heim noch an ihr Frauchen erinnern.
§ 4 Ernährung:
Der Mann ist ein Allesfresser. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollte man ihm neben dem Dosenfutter ab und zu
frisches Gemüse oder Salat vorsetzen. Alkohol sollte nicht grundsätzlich verboten werden, da er ihn sich sonst
zusammen mit anderen Artgenossen anderweitig beschafft. Für Süßigkeiten gilt im Wesentlichen das Gleiche.
Vorsicht vor Überfütterung! Bedenken Sie, dass ein fetter Mann schnell unbeweglich wird und damit im Bett und im
Haushalt nicht mehr so leistungsfähig ist.
§ 5 Artgerechte Haltung:
Was die Unterbringung angeht, so ist der Mann relativ anspruchslos. Im Allgemeinen genügen ein Bett und ein Fernseher.
Bei Vorhandensein eines Computers kann eventuell auf den Fernseher verzichtet werden. Man sollte ihn nicht den ganzen
Tag einsperren, da er sonst depressiv wird, das Essen verweigert und bald eingeht. Für die allgemeine Beweglichkeit
und eine regelmäßige Sauerstoffzufuhr hat sich Gartenarbeit bestens bewährt. Außerdem sollte man ihn möglichst einmal
täglich ins Freie führen, damit er etwas Auslauf hat. Denken Sie daran, ihn immer an der langen Leine zu lassen.
§ 6 Pflege:
Sorgen Sie dafür, dass er sich einmal am Tag wäscht. Um Verletzungen vorzubeugen, sollten die Nägel regelmäßig
nachgeschnitten werden. Ein gelegentlicher Haarschnitt ist ebenfalls zu empfehlen. Tauschen Sie getragene Kleidung
regelmäßig gegen neue aus.
§ 7 Männerkrankheiten:
Der Mann im Allgemeinen neigt zu Übertreibungen. Eine Veranlagung zum Hypochonder ist quasi angeboren. Bei Erkältung
ist leichte Bettruhe vollkommen ausreichend. Aufrichtiges Bedauern des Erkrankten kann den Heilungsverlauf positiv
beeinflussen. Manche Männchen neigen zu übermäßigem Haarausfall. Dies beeinträchtigt ihre Leistungsfähigkeit meist
nicht und ist daher unbedenklich.
§ 8 Ausbildung:
Männer werden schnell handzahm, wenn man sie richtig behandelt. Das Befolgen der wichtigsten Regeln wie "Fuß, Platz,
kusch und hol's" beherrschen die meisten bei regelmäßígem Training und einer Belohnung durch Leckerli oder ein paar
Streicheleinheiten bereits nach wenigen Tagen.
Bei der Ausbildung ist es unerläßlich, die Schwiegermutter mit einzubeziehen und klare Regeln für die Erziehung
aufzustellen.
§ 9 Fortpflanzung:
Männer sind das ganze Jahr über läufig und verhalten sich auch dementsprechend.
Ein in diesem Zusammenhang geäußerter Kinderwunsch ist mit Vorsicht zu genießen, da er oft nur als Mittel zum Zweck
dient. Leihen Sie sich bei Verwandten oder Bekannten ein paar Kinder aus. So können Sie seine Fähigkeiten als Vater in
Ruhe testen.
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